Mit einem Tritt auf das erste Holz sausten zwei Schäfte nach oben, leicht und vor allem gerade.
Mit einem Tritt auf das nächste Holz wechselten die Schäfte, ebenso leicht und wieder gerade.
Und so ging es weiter über die nächste zwei Tritte. Kein Wackeln, keine Schieflage, ein sauberes, weit geöffnetes Fach.
Schöööön! So macht weben Spaß! 😀

Allerdings ist der Umgang mit drei Farben, ohne die Fäden abzuschneiden doch ein wenig komplizierter, als ich das erwartet hatte. Eine Shuttleablage oberhalb des Webkamms wäre sehr angenehm, so dass ich die unbenutzten Farben mit dem Randfaden hochlaufen lassen könnte, ohne mit dem Jonglieren der Webschiffchen anfangen zu müssen.

Fazit:

  • Rollenzug ist schön. Kontermarsch ist schöner.
  • Wenn man etwas an der Verschnürung ändert, sollte man vorher die Pferde arretieren!
  • Wenn man aus dem Webstuhl kriecht, ist es gesünder, den Kopf einzuziehen, auch wenn man einen großen Webstuhl hat und selbst recht klein ist. *Aua!*
  • Das „Handbuch Weben“ von Erika Arndt ist eine wertvolle Fundgrube für Selbstdidakten wie ich es bin; es ist sicherlich das wichtigste Buch meiner Web-Bibliothek und ich würde es jederzeit wieder kaufen (trotz des hohen Preises)
  • Texsolv muss nicht sein; mit normaler Kontermarschschnur kann man ebenfalls eine prima Verschnürung hinbekommen.
  • Ein Schal im Tartanmuster ist nicht unbedingt ein geeignetes Anfängerprojekt, denn wenn man gleichzeitig auf saubere Kanten, einen regelmäßigen Anschlag und die Farbwechsel achten muss, ist das ganz schön viel auf einmal
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