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Rate, rate, welches Garn ist das?

Ja, die eifrige Blogleserin weiß, dass es sich hierbei um das handgefärbte Tweed-Garn handelt, das ich unlängst auf dem Blog von Alvara, „Faserriss und Wollkenbruch“ gewonnen habe.
Kurz hatte ich ja darüber nachgedacht, es zu verstricken, aber dann würde es vermutlich noch liegen, bis es alt und brüchig geworden ist und dafür war es mir zu schade. Deshalb wird es jetzt ein gewebtes Kissen. 🙂

Und hier ist es endlich … das erste Bild:

Was das Schiffchen-werfen angeht, hab‘ ich den Bogen noch nicht ganz raus. Es kommt drüben an, das ist nicht das Problem. Es ist eher der Rand. Wenn ich diverse Videos sehe, dann hält da niemand den Schussfaden am Rand in der richtigen Position, wie ich das immer beim Webrahmen gemacht habe. Da wird geworfen und gleich angeschlagen. Leider weiß das mein Schussfaden nicht, denn irgendwie scheint er mir ein wenig langsam beim Abwickeln zu sein. 😉
Nun ja, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut…

Was mich aber am meisten berührt und verblüfft, ist etwas ganz anderes.
Ich hatte mehr als genug Bedenken, Probleme, Unwissenheiten und Hindernisse, bis ich nun endlich mit dem Weben anfangen konnte. Vieles gilt es noch zu lernen – für den Geist und die Hände. Aber dieses Gefühl, am Webstuhl zu sitzen und in den Takt der Arbeit hineinzufinden, ist nicht nur schön, sondern unerwartet vertraut. Der Rhythmus des Tretens, Werfens und Anschlagens führt mich ganz schnell in eine Art Selbstvergessenheit; ganz weit weg. Ohne Worte dafür finden zu können, wo ich beim Weben bin, ist es doch ein Ablauf, den mein Bauch zu kennen scheint. Eine Heimkehr.

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