Zuerst nahm ich mir die Schafthalter vor. Als die auf der richtigen (und natürlich derselben) Höhe waren, kamen die Wippen dran, die ebenfalls austariert sein wollten.

Schließlich ging es unter den Webstuhl, wo ich zunächst alle alten Schnüre (außer den Verbindungen Schaft-Querschemel) entfernte.Obwohl es vermutlich niemanden gibt, der das Wort „Putzfimmel“ und meinen Namen in einem Satz verwenden würde, hab ich mich bei der genaueren Inaugenscheinnahme der Tritte entschieden, erst mal eine kleine Reinigungssession einzulegen. Leider ging der alte (und vermutlich web-geschichtsträchtige) Staub selbst durch Abschrubben, leichtes Überschleifen und Einölen nur eingeschränkt weg, so dass ich bei wärmerem Wetter vielleicht mal zur Schwabbel greifen werde.
Doch schließlich konnte ich mich an die Musterverschnürung machen, die sich als erstaunlich einfach herausstellte, da ich das Knotensystem mittlerweile verstanden habe.

kleines animiertes Feuerwerk
Um es kurz zu machen: ich hab es geschafft! Juhu!!!
Die Schäfte hängen gerade und das Fach öffnet sich wunderbar sauber und weit. 😀

Während der letzten Tage habe ich damit fast die gesamte alte Verschnürung, die aus einer Art Paketschnur bestand, durch Nylonschnur aus dem örtlichen Baumarkt ersetzt. Nur die Holzperlen der Vorbesitzerin unter den Tritten habe ich beibehalten – neben nostalgischen Gründen sind die nämlich auch ungemein praktisch.

Nicht nur, dass ich im Moment um einige Zentimeter gewachsen sein dürfte. Nein, ich habe auch noch Mut für weitere Verschnürungsaktionen geschöpft. Der Kontermarsch kann kommen!

Doch erst mal wird gewebt… 😉

Advertisements