Mein Jahreswechsel war sehr schön gewesen und hinterließ eine satte Ladung Tatendrang, die sich heute auch gleich entladen hat: ich verkünde hiermit stolz, dass das erste Glimakra-Projekt des Jahres 2012 in medias res gegangen ist – mögen noch viele weitere folgen!! 😀Planung und Materialeinkauf waren schon im letzten Jahr abgeschlossen, genauso wie der Bau des Reedekammes, weshalb ich mich heute gleich ans Schären machen konnte. Im Vergleich zum letzten (und zugleich allerersten) Projekt, habe ich mit 219 Fäden diesmal eine etwas breitere Kette aus Merino-Strickwolle geschärt.

Und mit der Hilfe des Reedekammes und eines Paares Männerhände gelang es mir diesmal, nicht nur die Breite der Kette beim Aufwickeln auf dem Kettbaum beizubehalten, sondern auch einen ordentlichen und vor allem gleichmäßigen Zug auf die Kettfäden zu bringen.

Ich wollte heute nicht mehr mit dem Einziehen beginnen, aber zumindest habe ich schon einmal die Zahl der benötigten Litzen pro Schaft berechnet und abgezählt – eine Arbeit, die mir immer noch hoch-fehleranfällig erscheint. Vielleicht ja nicht unbedingt bei den 54 Litzen, die ich diesmal pro Schaft habe; aber sollten es mal mehr sein, dann kann man dabei doch die Krise bekommen (vor allem, wenn man sich unbemerkt verzählt).

 

In dem Zusammenhang drängt sich mir die Frage auf:

Was machen andere Weberinnen? Zählt ihr die Litzen der ersten Hälfte vorher ab? Oder trennt ihr alle Verbindungen jedes mal so, dass sich die Litzen frei bewegen lassen? Oder arbeitet ihr von der Mitte ausgehend (was ich eigentlich auch vor hatte, mir dann aber letztlich zu umständlich erschien)?

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