Nach Stunden des Spinnens und Färbens ging mein Kissenprojekt in dieser Woche endlich in die Phase des Webens über. 🙂

Meine Inspiration dazu war das Buch „Woven Treasures: One-Of-A-Kind Bags with Folk Weaving Techniques“ von Sara Lamb, in dem anhand verschiedener Taschen-Projekte unterschiedliche Webtechnniken, u.a. auch eine Teppich-Knüpftechnik, erklärt werden.

Ghiordes knot: knots used in carpet-making. In Encyclopædia Britannica.
Retrieved from http://www.britannica.com/EBchecked/media/89915/Knots-used-in-handmade-carpets

Hierbei wird ein flauschiges Garn in einer Art Knoten (auch türkischer Knüpfknoten, Gördes- oder Ghiordes -Knoten genannt) um zwei nebeneinanderliegende Kettfäden geschwungen und wird stückweise abgeschnitten, so dass die Schnittflächen die Oberfläche bilden. Zur Stabilisierung wird mit einem dünneren Schussgarn immer wieder abwechselnd darüber und an den Rändern entlang gewebt.

Von den drei Knotentypen rechts habe ich den obersten benutzt.
Das Motiv, das ich umsetze, ist ein selbstgezeichnetes Baumlabyrinth; ein Symbol, das für die Lust steht- am Leben und an den Dingen, die man tut. Als Farben habe ich Blau und Orange gewählt, wobei ich das Symbol mit einem dunkleren Blau umranden werde.

Die ungefähre Breite sollte so bei 40×40 cm liegen und durch die kleine Probe, die ich gemacht habe, konnte ich hochrechnen, dass meine Kette aus 128 Fäden im 30/10er Kamm bestehen sollte. Wenn es noch ein wenig Einsprung geben sollte, ist das nicht schlimm.
Als Kettgarn habe ich ein typisches Häkelgarn in Rot gewählt; die Kettlänge liegt bei 1,50m.
Das Anknoten war ein wenig fummelig, denn das Häkelgarn ist ziemlich glatt und die Knoten haben sich immer wieder gelöst.
Aber dafür klappt das Knüpfen ziemlich gut und es macht Spaß zu sehen, wie sich so nach und nach das Muster entwickelt.

 

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