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Nach einem sehr schönen Sonntag tauche ich langsam wieder aus meinen Innenwelten auf. Es ist mir vorher schon klar gewesen, hat sich aber mal wieder bestätigt: ich brauche (und ich glaube das gilt für alle Menschen) immer wieder Zeiten der Ruhe, die ich erleben und verstreichen lassen kann, wie es für mich richtig ist. Und aus denen ich frischer und ausgeruhter wieder auftauche. So wie jetzt.

Was nicht heißen soll, dass ich nur untätig herumgelegen bin – naja, zumindest nicht nur. 😉

Nein, ich habe endlich meine Spinnschürze fertiggestellt. Die Schürze besteht aus zwei Teilen, die ich auf dem Webrahmen und mit einem doppelreihigen Webkamm gewebt habe. Sie ist nicht nur eine einfache Schürze, sondern wird ein Teil meiner schamanischen Werkzeuge werden, weshalb Sorgfalt und Achtsamkeit beim Weben besonders wichtig waren. Das Muster habe ich selbst entworfen und durch manuelles Pickup der Fäden im Stoff und in der Webborte umgesetzt. Und ich bin sehr glücklich darüber, wie es geworden ist.

Zufrieden bin ich auch mit Schnuckenfrust. Ja wirklich! 🙂

Heute morgen in der Küche blieb mein Blick an der angerührten Ostereierfarbe hängen, die dort immer noch auf ihre Entsorgung oder Weiterverwendung wartete. Da habe ich mich kurzerhand für Letzteres entschieden und die Schnuckenwolle zunächst in Blau (was fast gänzlich unterging), dann in Rot und abschließend in Gelb gebadet. Obwohl ich das vorbereitende Beizen der Wolle in Essig völlig vergessen hatte, kam unerwarteterweise ein ziemlich ansprechendes Ergebnis heraus:

Ein unregelmäßiges, starres Garn, das geradezu nach einem bunten Flickenteppich zu schreien scheint. Vielleicht ja Naturweiß mit gelegentlichen Streifen in Rot-Orange-Gelb? Nur gut, dass ich noch kurz vor Oster-Ende jede Menge Farbtabletten gekauft habe.
Leider habe ich immer noch keine Ahnung, wie ich das weitere Spinnen bewältigen soll, aber definitiv werde ich die Flocken nicht entsorgen.

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