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Nein, es ist kein finnischer Staubsauger, um den running gag noch ein weiteres Mal zu pflegen.
Sondern ein schönes Tuch der finnischen Designerin Elina Urmas, das ich vor einiger Zeit angefangen habe zu stricken.
Doch vielleicht sollte ich von vorne beginnen.

Die Idee

Vor meinem inneren Auge sah ich mich im langen Schwarzen, eine wunderschöne rote Stola locker über die Schultern gelegt, auf der Terrasse einer mediterranen Villa, neben mir der beleuchtete Pool mit riesigen Palmenkübeln. Ich blickte hinunter in die angrenzende Bucht und konnte das entfernte Rauschen der Wellen hören. Ein Bild von einem Mann brachte mir einen Cocktail. Langsam strich er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sein Atem streichelte die Haut an meinem Hals, während die Stola leicht wie eine Feder auf die weiche Polsterliege glitt … *räusper* … tja, also, so halt.

Das Garn

Wie der Zufall es wollte, hatte ich in meinen Vorräten einen 100g-Merino-Kammzug, dessen Rot mich von Anfang an fasziniert hatte. Was lag also näher, als mich am Spinnen eines Lacegarnes zu versuchen. „Versuchen“ deshalb, weil ich bis dato nur relativ dicke Garne fabriziert hatte.
Aber auch wenn ich mich nicht mehr im Stadium der schwangeren-Regenwürmer-Produktion befand, wurden die ausgesponnenen Fasern leider nicht so dünn und regelmäßig, wie ich mir das erhofft hatte. Einen Single wollte ich nicht verstricken und so blieb mir nichts anderes übrig, als beim Zwirnen zum Nähfaden zu greifen.
Dem Garn, das dabei herausgekommen ist, habe ich den Namen Red Passion gegeben:

Das Muster

Nachdem das Garn nicht wirklich hauchzart geworden war, sah ich mich in der Wahl der möglichen Lace-Muster ein wenig eingeschränkt. Als ich jedoch das Bild von Villimarjatar fand, stand die Entscheidung schnell fest: dieses Tuch würde es werden.

Originalbild Villimarjatar

Leider bemerkte ich erst danach, dass die zugehörige Anleitung auf finnisch geschrieben war und so hatte ich doch ein wenig Mühe, Chart und Beschreibung in Einklang zu bringen. Seit dem begleitet mich die langsam, aber stetig wachsende Stola von Stricktreff zu Stricktreff, weil sie einen Mustersatz verwendet, den ich sogar unter hoher Ablenkung (laber, laber, laber, … 😉 ) auf die Reihe bekomme.

Ich würde die Stola als Lace-Anfänger-tauglich einstufen. Das Muster beschränkt sich neben rechten und linken Maschen auf links- und rechtsgerichtete Abnahmen, Umschläge, sowie überzogenes Zusammenstricken dreier Maschen. Ein Zurückstricken ist möglich, so dass Lifelines nicht erforderlich sein dürften.

 

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