Ich habe Blogs nie gemocht.
Alltägliches und Langweiliges, in mehr oder weniger lustige Sätze verpackt, führten bei mir regelmäßig zu Kommentaren wie „Hat die keine Freunde, denen sie das erzählen kann?“ oder „Wer will das wissen?“.
Bis ich die ersten Handarbeitsblogs fand. Ich ertappte mich dabei, wie ich der Fertigstellung eines Strickschals entgegenfiberte, wie ich zusammen mit der Käuferin eines Webrahmens in einen wahren Freundentaumel verfiel und wie ich mir nachts Gedanken über die gesponnene Wolle einer Person machte, die ich noch nie im Leben persönlich getroffen hatte.

Da erst wurde mir klar, dass das Internet mit seinen Communities und Blogs wie kein anderes Medium dazu geeignet ist, um in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen und gemeinsame Interessen zu teilen. Gerade bei doch eher seltenen Handwerkstechniken wie Weben oder Spinnen wohnen die Menschen, mit denen man sich austauschen kann oder möchte ja nicht unbedingt um die Ecke.

Und da ich noch dazu gerne fotografiere und schreibe, ist es nicht weiter verwunderlich, dass irgendwann der Gedanke aufkam, mich auch an einem solchen Blog zu versuchen. Ich weiß noch nicht genau, ob das Bloggen und ich tatsächlich eine dauerhafte, gemeinsame Zukunft haben werden. Aber ich weiß, dass sich zumindest mein direktes Umfeld darüber freuen wird. Denn nun muss sich nicht mehr jeder anhören (ob er will oder nicht), wieviele Stunden ich zum Entwurf des Schals, der Auswahl der Farben und dem Aufziehen der Kette gebraucht habe, welche Technik ich hier und welche dort benutzt habe, sondern braucht lediglich noch einen kurzen Blick auf das Endprodukt zu werfen . 😉
Und diejenigen, die es genauer wissen wollen, können an dieser Stelle mitlesen. Und vielleicht ja auch ein kleines bisschen mit mir mitfiebern.

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